Latest reviews

4 stars
Naherholungsgebiet mit nicht immer beeindruckender Aussicht  de

Der, mit 1141 Metern, höchste Berg im Harz ist das Ausflugsziel im südwestlichen Niedersachsen. Die Startpunkte für die Wanderungen zum Gipfel sind aus allen Richtungen mit dem öffentlichen Personennahverkehr als auch mit dem Individualverkehr sehr gut zu erreichen.

Die Harzer Wandernadel
An über 200 Orten im Harz kann man sich Stempel für das Sammelbuch der Harzer Wandernadel holen. Sollte man alle Stationen abgelaufen haben so hat man meiner Meinung nach auch den kompletten Harz gesehen und vor allem erwandert. Dabei kommt man auch auf Wegen entlang, die von dem üblichen Brockenwanderer gemieden oder gar nicht erst gefunden werden.

Wanderwege
Das Wegenetz des Harzes hat für alle Erfahrungsstufen etwas zu bieten. Ob es sich um einen absoluten Anfänger handelt, der nur zum Brocken möchte und auf dem Rückweg die Brockenbahn verwendet oder der erfahrene Fernwanderer, der sich auf einer der vielen Fernwanderrouten, die den Harz kreuzen, befindet.

Mit groben Steinen ausgelegter Wanderweg, der links und rechts eng von Bäumen und Sträuchern flankiert ist
Teil des Kaiserwegs im Harz

Klimatische Besonderheiten
Der Harz hat auf Grund seiner Lage auf klimatisch einiges zu bieten. Während es in den Tälern rund um den Brocken angenehmes Wetter haben kann sieht es auf dem Brocken oftmals ganz anders aus. Ohne wetterfeste Kleidung und entsprechendes Schuhwerk würde ich den Aufstieg nicht wagen. Zu überraschend kann das Wetter umkippen.

Das Brockenhaus auf dem Brocken im Nebel
Das Brockenhaus im Nebel

Leider sieht man auch im Harz, wie es aktuell um die Wälder in Deutschland bestellt ist. Viele der Fichten stehen nur noch als Totholz in der Landschaft herum. Dem Borkenkäfer und dem Wetter der letzten Jahre sei dank. Aber es gibt auch Hoffnung. Der Wald im Naturschutzpark soll unter den neuesten Gesichtspunkten wieder aufgeforstet werden. Dabei wird die Fichte nicht mehr eine so dominante Rolle spielen wie es in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg der Fall war.

Kahle, abgestorbene Fichten hinter einer dicht bewachsenen, wilden Wiese
Abgestorbene Fichten im Harz

Der Harz ist für eine naturnahe Erholung auf jeden Fall eine Reise wert. Wer sich mit der reinen Natur nicht zufrieden geben möchte, dem sei die Seilbahn oder Baumwipfelpfad in Bad Harzburg empfohlen.Viele Wege sind stark frequentiert und bieten nicht jedermann eine Erholung. Dies sollte bei der Planung des Ausflugs berücksichtigt werden.


5 stars
Gelungenes Adventure mit Bezug auf die alten Zeiten  de

Auf Kickstarter haben Ron Gilbert und Gary Winnick Geld für die Idee gesammelt, ein Adventurespiel im Stil von Maniac Mansion und Monkey Island zu programmieren. Auch ich habe diese Idee finaziell unterstützt und nach Abschluss der Kampagne regelrecht dem Veröffentlichungstermin entgegengefiebert.

Benutze Gegenstand mit…

Durch einfache Sätze, die im Interface mit der Maus zusammengeklickt werden, veranlasst man die Spielfigur dazu, gewisse Handlungen zu unternehmen. Dies gelingt nicht immer, wie der wohl berühmt-berüchtigte Satz Benutze Hamster mit Mikrowelle aus Maniac Mansion verdeutlicht. Die Grafik ist an die Stil der alten Spiele angelegt und nicht auf dem neuesten Stand der Technik zum Erscheinungszeitraum des Spiels. Die Stimmung erzeugen die Story und die sich ergebenden Dialge der Figuren. Hier ist der gewohnte Witz der alten Spiele gut portiert worden. Das Wechseln zwischen den FBI-Agenten Angela Ray und Antonio Reyes erinnert an Maniac Mansion und schafft ein bisschen mehr Abwechslung im Spiel.

Innerhalb der fortlaufenden Geschichte des Spiels trifft man auf skurrile Personen und seltsame Ort. Genau so wie man es von den Entwicklern gewohnt ist. Ich möchte hier nicht all zu viel zur Geschichte verraten, nur so viel:

Warnung: Der untenstehende Text enthält Spoiler.

In der Mikrowelle befindet sich ein Hamster, die fleischfressende Pflanze kann bewundert werden und eine Kettensäge mit Benzin ist ebenso vorhanden wie eine Nasenbrille oder der Kopf des Navigators. Wer nicht weiß wovon ich rede sollte unbedingt Maniac Mansion, Zak McKracken und Monkey Island spielen. Es lohnt sich. Wirklich.

Da ich schon vor dem Erscheinen des Spiels zu den Unterstützern gehörte waren mir die Kritiken erstmal nicht so wichtig. Ich habe voll und ganz darauf vertraut, das von den Autoren ein großartiges Adventure abgeliefert wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Grafik und Sound sind eine Hommage an das Jahr der Handlung im Spiel, 1987.

Durch die vielen Anspielungen im Spiel (s. Spoiler) entdeckt man viele kleine EasterEggs, die den sowieso schon hohen Spielspaß noch einmal erhöhen. Auch wer keine Verbindungen zu den alten Spielen herstellen kann wird an diesem Spiele seine helle Freude haben.


5 stars
Grandioser Auftakt der Jahrhundert-Saga  de

Wie viele andere Bücher von Ken Follet auch überwältig einen die schiere Anzahl an Seiten, noch bevor man mit dem Lesen des Buches begonnen hat. Mit jeweils über 1000 Seiten bei dritten Teilen erwarten einen einige Lesestunden. Aber diese Zeit ist meiner Meinung nach sehr gut investiert.

Die Bücher des Autors zeichnen sich allesamt durch eine sehr gute Recherche aus und auch Sturz der Titanen macht hier keine Ausnahme. Die fiktive Geschichte mehrerer Familien in verschiedenen Ländern wird in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg eingebunden und spannend erzählt.

Wie erlebten die Personen die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg? Wie verlief der Krieg aus Sicht der Familien? Und wie ging es danach weiter? Die fiktiven Erlebnisse der Romanfiguren aus drei verschiedenen Ländern sind in die realen Ereignisse der Zeit sehr gut eingebunden und geben einen eindrucksvollen Ablauf der Geschichte. Neben dem Ersten Weltkrieg werden zwei weitere, wichtige Themen des beginnenden JAhrhundert gekonnt in den Handlungsstrang eingearbeitet: die Rechte der Frauen und die beginnenden sozialistische Revolution in Russland. Dies alleine sind schon Themen, über die sehr viele Bücher geschrieben worden sind. Durch die Zusammenfassung in einem Buch ist von Anfang eine epische Breite erkennbar.

Ken Follet meistert mit dem Auftakt der Jahrhundert-Saga wieder einmal den Spagat zwischen Geschichtserzählung und Roman. Dieser Roman ist gut gelungen, macht Spaß auf die weiteren Teile und git die Geschichte der Katastrophe in Europa am Anfang des 20. Jahrhundert gut wieder.


4 stars
Bester Burger in der Stadt  de

Der Laden
Im Bull’s Kitchen ist vieles wie in den anderen Burgerläden dieser Zeit. Es wird am Tresen bestellt, man bekommt ein Ufo zur Benachrichtigung und die Einrichtung ist modern und ein bisschen auf Fabrikhalle getrimmt. Oder zumindest so wie sich viele das Industriehallendesign vorstellen. Mir hat es gefallen. Kostenloses WLAN inklusive. Aber man ist ja nicht zum Surfen hier. ;)

Stilisierter Bulle mit weißen Linien auf schwarzem Grund gezeichnet, flankiert von Messer und Gabel
Logo des Bull’s Kitchen in Hannover

Die Burger
Die Speisekarte ist übersichtlich klein - ein Umstand den ich sehr begrüße und daher nicht in die Verlegenheit komme etwas auszusuchen was wohl nur angeboten wird weil es ein Must-Have ist. Die Wahl fiel auf den Cheese Burner und den Tam Çoban. Beim ersten Burger spricht der Name für sich. Ein sehr gut gewürzter Cheeseburger. Beim Zweiten müsste man schon erweiterte Fremdsprachenkenntnisse haben. Aber ein Blick auf die Karte hilft: Lamm, Weichkäse und karamellisierte Zwiebeln in einem Vollkornbrötchen. Dazu kamen Süßkartoffelpommes und die obligatorische Fritz-Kola im Menü. Das Fleisch kann man Medium oder durchgebraten bestellen. So bekommt jeder das Fleisch so, wie er es mag. Und das Fleisch ist im Bull’s Kitchen sehr gut. Ebenso wie der Rest zwischen den Brötchenhälften. Diese werden innen kurz angeröstet und mit Öl beträufelt damit es nicht so labberig durch die Soße wird. Und auch die anderen Zutaten sind erstklassig.

Burger und Pommes auf einem Holztablett
Tam Çoban Burger im Bull’s Kitchen in Hannover

Aber warum keine 5 Sterne? Die sehr reservierte Bedienung an der Kasse inklusive Empfang und Ansprache kann man verbessern denn dann klappt es auch mit der Bestnote.


3 stars
Mediocre anthology of alternative histories, with just a few gems

In contrast with time travel adventures, the genre of alternate history tells stories set in timelines that have already been altered. So, someone or something prevented Adolf Hitler from being born—now what? The most well-written alternative histories can deepen our understanding of real history, by re-examining the causes and effects that made our world what it is.

The Way It Wasn’t is a 1996 anthology edited by Martin Greenberg that assembles thirteen short stories of varying quality. There are only three that stood out to me as good or excellent:

  • Robert Silverberg’s “Lion Time in Timbuctoo”, an adventure set in a world where the Black Death was far deadlier than in ours, and different empires are struggling for power. Silverberg previously invented this alternative timeline in a novel called The Gate of Worlds, and Lion Time itself is short on worldbuilding and history, but it’s still a fun tale once it gets going.

  • Pamela Sargent’s “The Sleeping Serpent”, which describes an encounter between Mongols and Iroquois, in a timeline in which the Mongols are controlling continental Europe. Sargent has written a 700-page tome novel about Genghis Khan (Ruler of the Sky), and the quality of this story reflects her scholarship.

  • Kim Stanley Robinson’s “Lucky Strike”, which is about the morality of the use of nuclear weapons—and whether the decisions of individuals can make a difference.

Three stories are about US presidents—”Ike at the Mike”, which imagines a music career for Dwight Eisenhower; “Over There”, in which Theodore Roosevelt gets his wish for a final World War I adventure with the “Rough Riders”; “The Winterberry”, in which JFK is not dead, but no longer the man he was. These stories are more about presidents as celebrities and myths than about their real lives or the consequences of their actions, and I found them wholly unnecessary (“Ike at the Mike” was execrable).

If you find this book in the bargain bin, you’re likely to enjoy some of the stories, but given the hit-or-miss quality of the selection, I would suggest seeking out the highlights above instead of buying the anthology.


4 stars
A trip to the 1960s, as located in the Cloud Atlas

A 576-page novel about a fictional British rock band trying to make its way to international stardom in the late 1960s? That really doesn’t sound like my cup of tea—but this one was written by one of my favorite authors, David Mitchell (Cloud Atlas, The Bone Clocks), so it was an instant purchase for me.

Utopia Avenue tells the story of the eponymous band from the perspective of its members—Dean Moss, Elf Holloway, Jasper de Zoet, Peter “Griff” Griffin—and their manager, Levon Frankland. Each chapter is named for one of the band’s songs and focuses on one of the main characters. (To promote the book, Penguin created a PDF with complete lyrics written by Mitchell for several of the songs, attributed to Utopia Avenue’s songwriters. Actually singing them might prove challenging!)

The book does not overplay the rags-to-riches angle of a band struggling towards success. Instead, it focuses especially on Dean, Elf, and Jasper, whose different class backgrounds and personal struggles (with sexual identity, with mental health, with discrimination, with estranged family, with grief) elevate the book beyond its colorful setting.

Astute Mitchell readers will recognize Jasper’s last name from The Thousand Autumns of Jacob de Zoet, which is about the adventures of Jasper’s great-great-great grandfather. Jasper’s story intersects with the supernatural elements of the Mitchellverse, but this is only one thread among many, and Utopia Avenue stands entirely on its own.

Nonetheless, it’s par for the course for Mitchell to include plenty of references to prior works, and he does so with gusto, including a significant role for Luisa Rey, the Spyglass writer from Cloud Atlas (unforgettably portrayed by Halle Berry in the 2012 movie).

Cartoon celebrities

What’s more unusual is that Utopia Avenue is chock-full of real-world cameos, from David Bowie to John Lennon, from Jimi Hendrix to Leonard Cohen. Mitchell tries to make these encounters brief and memorable, but some readers will find the portrayal of these (in some cases recently) deceased celebrities jarring and cartoonish.

Mitchell might agree. He loves playing with the contrast between the serious and the farcical, the exaggerated and the real. Compare Cloud Atlas: Is Luisa Rey the character of a mystery novel inside the novel, or a fictionalized Karen Silkwood? The world of Utopia Avenue is the same one in which writer Dermot Hoggins throws book critic Felix Finch off a twelfth floor balcony.

I enjoyed the celebrity cameos without taking them too seriously. I love that some readers have compiled playlists on Spotify and on YouTube of the many works referenced in Utopia Avenue. Clearly, these readers felt transported by the book—not to the historical 1960s, but to an imagined place and time. In Mitchell’s own words, he evokes lacunae, just like when Dean Moss discovers a hidden church while wandering Rome:

In memory and in dream, he’d revisit this lacuna in time and in space. The place was a part of him now. Every lifetime, every spin of the wheel, holds a few such lacunae. A jetty by an estuary, a single bed under a skylight, a bandstand in a twilit park, a hidden church in a hidden square. The candles at the altar did not burn out. (p. 330)

Utopia Avenue is bright and stylish; it plays with plenty of tropes and stereotypes (sometimes to its detriment), but does not neglect the inner lives of its characters. If you’re new to Mitchell and the subject-matter does not appeal to you, you may want to sample his other works first—The Bone Clocks is fantastical and accessible; Cloud Atlas is masterful and deeply moving; Ghostwritten and number9dream are showy and experimental; Slade House is short and creepy; Thousand Autumns is an adventure in a different time; Black Swan Green is evocative and wondrous, a personal favorite.


4 stars
Of rebels, arms, and the cost of empire

The Taiping Rebellion raged in China from 1850 to 1864. It was a civil war (overlapping with America’s) in which 20-30 million human beings or more lost their lives. The Taiping sought to overthrow the Qing dynasty and establish a Christian theocracy in its place. Their leader, Hong Xiuquan, proclaimed that he was Jesus Christ’s brother (presumably not that one). Where the Taiping ruled, the temples and “false idols” of Buddhism, Confucianism, Taoism, and other ancient beliefs were often smashed to pieces.

In Autumn in the Heavenly Kingdom (2012), historian Stephen Platt retells the story of the rebellion and Western involvement in the conflict. After setting the stage with several maps, a timeline, and dramatis personae, Platt centers the experiences of memorable and colorful characters like Hong Rengan (the Taiping Prime Minister who envisioned Western-style reforms in China), Zeng Guofan (an imperial scholar-general who employed exceptional brutality to suppress the rebellion), and Frederick Townsend Ward (an American soldier of fortune who helped fight the Taiping).

A dynasty on its knees

After the First Opium War (1839-1842), the ruling Qing dynasty was near collapse. The overtaxed peasantry and gentry flocked to the Taiping in droves. Due to their Christianity-inspired and pro-Western ideology, they also had Western supporters, especially in the missionary community which hoped to help “correct” the group’s more idiosyncratic teachings. But along the way, Britain picked the side of the Qing dynasty, helping bring about the end of the rebellion.

When a Taiping force reached Shanghai (one of the treaty ports opened to foreign trade by force) in 1860, Taiping commander Li Xiucheng sent an advance letter assuring the foreigners in the city that the Taiping wanted positive trade relations, and that no foreigner would come to harm. Britain’s trade representative Frederick Bruce refused to even open the letter. Instead, British and French forces helped repel the Taiping forces from Shanghai—while simultaneously waging a Second Opium War against the Qing dynasty which culminated in the destruction of the Imperial Summer Palace in Beijing.


Reconstruction of the Imperial Summer Palace in Beijing, which was looted and destroyed by Anglo-French forces in the Second Opium War. (Credit: Guo Daiheng / Beijing Re-Yuanmingyuan Company Limited. Fair use.)

Gunboats and mercenaries

Britain continued to strenuously assert its neutrality in China’s civil war, but the intervention in Shanghai marked the beginning of increasingly active efforts to help suppress the Taiping: by imposing conditions on their military movements, by selling arms to the Qing empire (including an aborted attempt to sell China’s rulers a small fleet of gunboats known as the “Vampire Fleet”) , and through support for Frederick Ward’s mercenary force, the “Ever Victorious Army”, which would come to be led by a Brit, Major Charles “Chinese” Gordon.

The Qing dynasty lasted until 1912. Would the empire have defeated the Taiping without Western help? If not, would Hong Rengan’s vision of a peaceful, modern China have prevailed—or would Hong Xiuquan have led an increasingly fanatical theocracy, worse in its oppression than the rulers it sought to displace?

While Platt’s narrative is sympathetic to the Taiping (as is modern China, which has sometimes portrayed them as proto-Communists), he does not attempt to answer those questions. Instead, Autumn in the Heavenly Kingdom, together with its “prequel” about the First Opium War, Imperial Twilight (reviews), helps us understand the wounds of colonialism and the human cost of empire in all its forms. It may also provide clues to modern China’s obsession with totalitarian political control.

The verdict

As in Imperial Twilight, Platt succeeds marvelously in making this history engaging, at the expense of attempting to chart out the larger patterns of the conflict (e.g., the economic impact of the First Opium War on the Qing dynasty, the ideological development of the Taiping, the volume of arms sales). Like Imperial Twilight, I recommend Autumn in the Heavenly Kingdom unreservedly as a starting point to explore the history of China in the 19th century.


2 stars
15 Minutes of Entertainment

The game makes you a literal Social Justice Warrior fighting trolls on the internet. The art style and music come together nicely to to feel like an 8 bit adventure game.


Social Justice Warriors gameplay (Own work. License: CC-BY-SA.)

Gameplay

The game is fairly simple, you choose 1 of 4 characters with unique attacks to fight trolls. Every time you attack, you’ll see lines from the trolls like “Women don’t have to take their careers seriously because they can always marry someone who makes more money than they do”. You fight trolls until someones reputation or patience reaches 0. The game feels fresh for the first 15 minutes until you’ve seen all the troll lines, stooped to using attacks that hurt your reputation and tried all the characters.

Verdict

Game has a cute theme, but gameplay quickly becomes boring. There’s also nothing notable about the message, fighting trolls on the internet is futile wasn’t even insightful in 2014 when the game was released. This game may have worked well as a short video instead.


4 stars
Roman mit Lokalkolorit  de

Oberberg. Karin Nagelschmidt hat ihren ersten Roman vorgelegt: „Die Erbschaft”, erschienen im Bergischen Verlag. Es ist kein Lokal-Krimi, sondern eine spannende Beziehungsgeschichte. Motor der rätselhaften Handlung ist der kürzlich verstorbene Frank. In seinem Testament hinterlässt er seinen ehemaligen Studienfreunden Orazio, Gregor und Valentin ein Vermögen und eine Villa in Nizza. Einzige Bedingung: Sie müssen das Vermögen in ein humanitäres Projekt in Köln investieren, das sie als Team zu gründen haben, in knapper Frist. Erst dann gehört ihnen die Villa. Dummerweise hat sich das Trio seit 14 Jahren aus den Augen verloren. Ist die Aussicht auf die Villa Grund genug, sich zusammenzuraufen? Schon bald stellt sich heraus, dass die Männer weit davon entfernt sind, ein Team zu sein. Und der Notar Dr. Veith heizt mit Briefen des Verstorbenen die schwelenden Konflikte immer wieder an.

Erzählt wird aus der Sicht des Orazio, Kunsthistoriker mit einem Hang zu hübschen Frauen. Seine Ehe mit der kränkelnden Miriam ist freudlos, trotz der beiden Mädchen, die Orazio über alles liebt. Gregor ist der skeptische Macher, der hinter dem Nachlass üble Tricks vermutet. Valentin ist ein poetischer Träumer. Und Ada ist seine Freundin, die mit hocherotischer Ausstrahlung die Gruppe zu sprengen droht.

Nagelschmidt gelingt eine klare Figurenzeichnung der Protagonisten. Die Frauen bleiben geheimnisvoll bis zum Showdown, der alle mit Schuld und Verstrickung konfrontiert. Geschickt meidet die Autorin hier die Gefahr, ins Allversöhnende abzugleiten. Lokalkolorit ist bei ihr nie heimattümelnder Selbstzweck, sondern dient der Figurendarstellung. So entsteht eine spannende Geschichte über Liebe, Verrat und Verantwortung, Am überraschenden Ende staunt Orazio, „wie viel Einfluss das Ungesagte doch hat”. Und der Leser empfindet mit den Helden schließlich eine Art Einverständnis mit dem Leben.

Die Autorin (* 1957 in Köln) ist frisch pensionierte Lehrerin des Kaufmännischen Berufskollegs und lebt seit 30 Jahren in Gummersbach. Ihr Talent hat sie u.a. in der Gummersbacher Schreibwerkstatt entwickelt. Ihr großes Thema sind die Menschen und ihre Milieus, die sie gern und genau beobachtet. „Über mich selbst möchte ich gar nicht schreiben. Da fehlt mir die nötige Distanz.”, sagt sie im Gespräch. Das war auch der Grund, weshalb sie die männliche Perspektive für ihren Roman gewählt hat. „Mich interessiert, was der einzelne unter einem guten Leben versteht.” Und sie fragt nach den Irrtümern, an denen wir oft krampfhaft festhalten – zumindest im Roman kann sie die Menschen davon befreien. Ihr nächstes Buchprojekt wird von Flucht und Verfolgung erzählen: „Jetzt habe ich die Zeit dafür.”

Karin Nagelschmidt: Die Erbschaft – Bergischer Verlag, 317 Seiten, ISBN 978-3-945763-76-6, 13,95 €


4 stars
What they did in the shadows

19-year-old Gail and Zella Kastner, identical twins born to a Montreal family, were honors students in high school, “popular with the boys and in love with skating and horse-racing” [source]. But one day in 1953, Gail made the fateful decision to seek help for mild depression anxiety at the highly reputable Allan Memorial Institute.

What followed was a journey through hell: electroshock treatments, drugs, and attempts to “de-pattern” her brain—reprogramming her personality in an attempt to cure her.

She emerged in a childlike state: sucking her thumb, talking like a baby, demanding to be fed from a bottle, and urinating on the floor. She also suffered memory loss and couldn’t recognize members of her own family, not even her twin sister, Zella [source]

Gail’s life derailed, and it’s only after long legal battles that she was awarded modest damages in 2004. Many more patients would be subjected to these destructive techniques by the institute’s founding director, Ewen Cameron, a towering figure in international psychiatry at the time. His work on de-patterning and “psychic driving” would become known as the Montreal experiments.

Gail’s story is referenced in a single sentence in Stephen Kinzer’s new book, Poisoner in Chief, a biography of Sidney Gottlieb, the head of the CIA’s notorious MK-Ultra program. As part of the program, the CIA became aware of Cameron’s work, and decided to invest in his research by way of a front group ominously called the “Society for the Investigation of Human Ecology”.

But more than MK-Ultra’s notorious experiments with LSD, which Kinzer describes in detail, the Montreal experiments help us to draw the line between what happened in the 1950s and the “enhanced interrogation techniques” applied at CIA black sites around the world. Sensory deprivation, noise, endlessly repeating recorded messages: these methods have stood the test of time in the psychological torturer’s arsenal.

That’s also the perspective of a new documentary, Eminent Monsters, by Stephen Bennett, which focuses heavily on Cameron’s experiments, on the treatment of the “Hooded Men” in Northern Ireland in 1971, and on torture in the “War on Terror”. (You can watch it in full on Prime Video.)


While Ewen Cameron directed its work, many patients were admitted to the Allan Memorial Institute with mild symptoms and left with lifelong psychological damage. (Credit: The Cosmonaut. License: CC-BY-SA.)

In contrast, Kinzer’s book tells the whole story of Gottlieb’s work, or at least the parts which we have a record of. Gottlieb was involved in many of the CIA’s dirtiest plots—from an assassination plan targeting Patrice Lumumba (who was later killed in a Belgian-backed plot) to CIA-run brothels in the United States where patrons of sex workers were drugged and observed. Other highlights of Gottlieb’s career include:

  • Overseeing work at black sites like the notorious Camp King, where the US collaborated with nazi war criminals like Kurt Blome to conduct experiments on enemy prisoners, often ending in death;

  • Organizing a massive campaign to test LSD on thousands of students by funneling grant money to researchers—a campaign so vast that it unintentionally sparked the prominent role of LSD in student counterculture (John Lennon famously said: “We must always remember to thank the CIA and the Army for LSD”);

  • Drugging Frank Olson, a key figure in these programs, with LSD at a staff retreat. A few days later, Olson plunged to his death from a hotel window.

Kinzer paints Gottlieb as a troubled figure, a man with humanist sensibilities, who may have been riddled with guilt later in his life. Not a sadist, but someone who was radicalized by America’s anti-communist fanaticism to do whatever it takes in order to counter exaggerated or imagined threats.

There’s some gallows humor in these tales of a CIA so obsessed with LSD that people had to worry about spiked punch at Christmas parties, of experiments so bizarre that only the later Stargate Project (which sought to mobilize psychic “remote viewing” powers for intelligence) could top them.

Kinzer’s book is well-researched and includes some new and little-known material. As a biography, it is ultimately focused on the man Gottlieb, an approach which sometimes gets in the way of illuminating the context and consequences of his work. Bennett’s Eminent Monsters focuses more narrowly on the topic of psychological torture. While it is unlikely to dissuade those who believe that such methods are necessary to fight terror, it does a great job explaining their history and centering the victims.

Poisoner in Chief and Eminent Monsters are important contributions to understanding the intellectual foundations for modern torture programs. They also remind us of the importance of effective oversight of any intelligence agency, and what happens when “patriotic” fervor meets immense power without accountability.

 Older reviews