Review: Ku'damm 59
Die Serie Ku’damm 59 spielt im Berlin der späten 1950er Jahre. Sie erzählt die Geschichte von drei Schwestern und ihrer strengen Mutter. Es ist die Fortsetzung der Serie Ku’damm 56. Die Handlung zeigt sehr gut, wie schwer es Frauen damals in Deutschland hatten.
Im Mittelpunkt steht die Tochter Monika. Sie möchte Musikerin sein und ihr Kind allein großziehen. Doch damals war das fast unmöglich: Männer durften fast alles bestimmen, und Frauen hatten ohne Erlaubnis kaum Rechte. Auch ihre Schwestern Helga und Eva haben es nicht leicht. Nach außen sieht ihr Leben perfekt aus, aber hinter der Fassade gibt es viel Unglück, Unterdrückung und Gewalt. Über allem wacht die Mutter, die mit aller Kraft versucht, die alten Traditionen und den guten Ruf der Familie zu schützen.
Die Serie ist optisch toll gemacht. Die Kleidung und die Kulissen sehen genau so aus wie früher. Man fühlt sich direkt in die Zeit zurückversetzt. Die Rollen sind sehr überzeugend dargestellt und zeigen tiefe Gefühle. Besonders mutig ist, dass die Serie auch schwierige Themen anspricht, über die man damals lieber geschwiegen hat.
Manchmal ist die Geschichte sehr emotional und dramatisch, fast wie eine Seifenoper. Aber genau das macht sie auch so fesselnd. Man lernt viel darüber, wie hart Frauen für die Freiheit kämpfen mussten, die heute normal ist. Wer gerne spannende Familiengeschichten mit historischem Hintergrund schaut, sollte sich Ku’damm 59 auf jeden Fall ansehen.