Review: libre.fm
Libre.fm ist eine Plattform zur Erfassung und Analyse des eigenen Musikgeschmacks. Ähnlich wie bekannte Dienste wie Last.fm sammelt die Seite sogenannte „Scrobbles“, also Daten darüber, welche Songs Nutzer hören. Der entscheidende Unterschied: Libre.fm verfolgt einen konsequent offenen und datenschutzfreundlichen Ansatz.
Die Plattform basiert auf freier Software und wird von einer Community entwickelt. Nutzer können ihre abgespielten Songs automatisch aus kompatiblen Musikplayern oder Plugins für den Browser übertragen lassen und so ein Profil ihres Hörverhaltens aufbauen. Ein wichtiger Bestandteil der Philosophie von Libre.fm ist der Fokus auf offene Kultur: So legt das Projekt großen Wert auf Datenschutz.
Zum großen Pluspunkt von libre.fm kommen auch Nachteile: Die Funktionen im Vergleich zum Platzhirschen last.fm begrenzt und das Design wirkt stark minimalistisch. Die Einrichtung geht auch nicht flüssig von der Hand sondern erfordert ein bisschen Eingewöhnungszeit.
Wer sich daran nicht stört bekommt einen soliden Dienst für die eigene Musikhistorie. Und im Rahmen der sogenannten Digital Independence kann ein Blick auf eine datensparsame Alternative bestimmt nicht schaden.